Online Poker allgemein unsicher?

14 Nov 2007 | Tags: , , |

Poker

Ein weiteres Kapitel im Online-Poker:

Der Account eines Highrollers bei Pokerstars wurde gehackt. Bis auf 400$ wurden seine gesamte Bankroll von 100′000$ innert wenigen Stunden verzockt.
Die Sicherheit der Pokersoftware bzw. des Account/Passwort Management macht dabei keinen guten Eindruck. Laut dem Spieler wurde seine Emailadresse ohne sein Wissen oder Benachrichtigung geändert. Die “Passwort vergessen” Funktion mehrmals missbraucht. Das temporäre Passwort, dass generiert werden sollte und den Account gesperrt hätte, hat vollkommen versagt.

Der Support von Pokerstars soll auch perfekt funktionieren. Nur erreichbar per Email und als Krönung werden ihm aus Versehen vertrauliche eCheck-Daten eines anderen Benutzers zugesandt.

Inzwischen hat Pokerstars die Sache “analysiert” und ist zu der Erkenntnis gekommen, dass der Spieler selber verantwortlich ist für seine Verluste. Lustig ist, dass dieser Spieler nicht etwa vollkommen die Sicherheit des Computers vernachlässigt hat - Eher wäre er ein Vorzeigebeispiel wie man seinen Computer und seine Passwörter sicher verwaltet!
Hier gehts zum Blogeintrag des Spielers

Nun, wo kann man denn noch sicher online Poker spielen? Auf partypoker. Denn da hab ich noch einen kleinen Aktienanteil

Wie man sich beim Poker einen Vorteil verschafft.

12 Nov 2007 | Tags: , , |

Poker

Auf vielfachen Wunsch und aus aktuellem Anlass hier 2 kurze movies wie es möglich ist beim Poker sich einen Vorteil zu verschaffen.

UPDATE: Die Filme stammen nicht von mir! Ich habe auch leider keine Ahnung wer diese gefilmt hat.



Eine gewisse Fingerfertigkeit ist jedoch schon Voraussetzung.

Poker Skandal in deutschem Casino

07 Nov 2007 | Tags: , |

Poker

Weiterer “Skandal” in der Pokerwelt. Ausnahmsweise mal nicht im Online Poker. Hat jedoch nicht ueber einen Monat gebraucht um das zu bestaetigen. Nein, es hat zwei Jahre gedauert!

Die Hamburger Profi-Pokerszene wurde von einem professionellem Falschspieler abgezockt! Unglaublich. Zwei Jahre lang ist es gut gegangen, dass sich Mr. X (Name der Red. bekannt) in den Casinos in und rund um Hamburg durch die Pots geschummelt hat. Gestern aber war Judgement Day im Casino Bad Zwischenahn. Das Rätsel, warum jemand einen so unglaublichen Lauf haben kann, ist gelöst – Mr. X hat betrogen!

Seit Mitternacht ist es amtlich. Das Geheimnis rund um das sagenhafte Kartenglück von Mr. X war das sprichwörtliche Ass im Ärmel. Zwar waren es keine Asse, die er in seinem Ärmel versteckt hatte, sondern einfach immer nur zwei Karten, aber der Vorteil, mit vier statt zwei Holecards zu spielen, ist schon ganz beachtlich.

Seit zwei Jahren machte Mr. X die Casinos im norddeutschen Raum unsicher. Viel wurde schon spekuliert, dass es das einfach nicht gibt. Jeder war überzeugt, dass Mr. X keine Ahnung vom Spiel hat und irgendwann der unglaubliche Lauf abreißen müsste. Aber dem war nicht so.

Eigentlich lief immer alles nach Schema ab. Mr. X kam ins Casino, spielte nur mit, wenn Platz 1 unmittelbar neben dem Dealer frei war. Das sei sein Glücksplatz, hatte er immer betont. Immer wieder gewann er mit kleinen Pärchen oder Drillingen. Er hatte das schon ganz gut inszeniert. Da gab es Aussagen wie „Bis €100 zahl ich jedes Raise vor dem Flop“. Und da hatte er dann auch schon die Treffer. Wenn im Flop z.B. 3-5-5 lag, konnte man schon nicht mehr wissen, hat er getroffen oder nicht. Die Profis ließen sich reihenweise aus den Pots drängen und oft genug zeigte Mr. X zwei Karten, um zu beweisen, dass er geblufft hatte. Doch kaum ging ein Spieler am Flop mit, zeigte er schon die passenden Karten für Drilling oder Zwei Paar.

Die Profis hatten sogar schon vermutet, dass Mr. X mit einem Dealer zusammenarbeitet und haben ihm tagelang auf die Finger geschaut. Nichts! Keiner kam dahinter. Bis gestern in Bad Zwischenahn folgende Situation zustande kam.

Normalerweise werden die Karten um 22 und um 24 Uhr gezählt. Das weiß man, wenn man öfter mal dort spielt. Auch Mr. X spielte seit Monaten vorwiegend nur noch in Bad Zwischenahn. Und dann passierte es. Vollkommen „unplanmäßig“ beginnt um 23 Uhr der Dealer die Karten zu zählen. Mr. X versucht noch, seine zwei versteckten Karten im Ärmel in den Muck zu befördern. Aber er wird dabei beobachtet und die Videoaufzeichnung belegt alles.

Zwei Jahre lang war er ein gern gesehener Gast in den Casinos. Er war durchaus beliebt, lud seine Mitspieler auch oft ein. Alle haben darauf gewartet, dass sein doch ahnungslos wirkendes Spiel mal schief geht und der Anti-Lauf kommt. Doch nichts passierte. Mr. X spielte weiter und gewann weiter. Seit der Nacht wissen alle auch, warum. Allerdings ist sein Lauf nun zumindest in den deutschen Casinos vorbei. Denn da braucht er sich nicht mehr blicken lassen. Quelle: Pokerlymp.de

Die Geschichte eines betroffenen Spielers kann hier nachgelesen werden.

Absolute Poker gibt die Manipulation zu

22 Okt 2007 | Tags: , |

Poker

“As many of our players are aware, there has been a security breach in our system that allowed unlawful access to player information that resulted in unfair play.”

Auszug des offiziellen Statements von Absolute Poker. Der gesamte Letter kann hier gelesen werden.

Nun, wenn man die Antwort von Absolute Poker vom 21. September mit der heutigen vergleicht:Â

Quelle vom 21. September:
When you are logged in and playing your game client only receives data regarding your hole cards. As a result, it is impossible for a player to have information regarding any other player’s hole cards. There are no “superuser” accounts that enable players to see other players’ hole cards.Â

Quelle vom 22. Oktober
…. this consultant devised a sophisticated scheme to manipulate internal systems to access third-party computers and accounts to view hole cards of other customers during play without their knowledge. As this consultant was aware of the details of our fraud detection process, the likelihood that the scheme would be uncovered through our normal procedures was minimized….

… Das Karten von anderen Spielern gesehen werden können ist laut Aussage vom September absolut unmöglich … ?!? aha … Absolute Poker wird garantiert nicht mehr der Favorite Pokerroom  für einige Pokerspieler sein. Wie lange sie sich wohl noch zu den Top3 der Grössten Online Rooms zählen dürfen?
Â

Absolute Poker: Die Wolken lösen sich auf

19 Okt 2007 | Tags: , |

Poker

Langsam löst sich der Nebel auf. Absolute Poker hat aufgrund des Drucks der Pokercommunity zugegeben, dass ihr System kompromittiert worden ist.

Die ungefähre Summe um die es bei den momentanen Diskussionen geht, beläuft sich auf über 700′000$. Unbekannt ist jedoch noch, wie viele andere Turniere noch betroffen sind - es geht wohl noch um viel mehr $$!

Es gibt jedoch viele Indikatoren, dass weitere Turnierne genauso manipuliert wurden! Spielerrecords sind vorhanden, die sehr aufschlussreich sind:


Die Statistiken sind von Absolute Poker. Es handelt sich dabei um die gesamte Spielhistorie dieser Spieler!
Jeder Poker-Spieler wird bestätigen können, dass solche Gewinnrecords doch sehr unwahrscheinlich sind.

Für alle Lesefaulen eine Zusammenfassung von Pokerolymp.deÂ

In Gang gesetzt wurden Spekulationen um einen Superuser-Account durch den Zweitplatzierten eines Turniers mit einem Buy-in von $1.000+50, dem das Spiel des Siegers „Potripper“ verdächtig vorkam. Dieser hatte u. a. das letzte All-in mit Zehn hoch gecallt.

Auf eine E-Mail an Absolute Poker wurde ihm von einem Mitarbeiter, der inzwischen von Absolute entlassen wurde, eine Excel-Datei mit der gesamten Hand History des Turniers, IP- und E-Mail-Adressen und Usernummern der Spieler und der Zuschauer zugemailt. Andere Teilnehmer des Turniers bestätigten ihre Hände. An der Echtheit der Hand History besteht also kein Zweifel. (siehe youtube-Video )

Es stellte sich heraus, dass ein Zuschauer mit der sehr niedrigen Usernummer 363 (aus der Testphase vor Inbetriebnahme des Pokerraums?) fast die gesamte Zeit den Tisch von Potripper verfolgte. Wurde Potripper umgesetzt und konnte User 363 für kurze Zeit den Tisch nicht verfolgen, foldete Potripper. Sonst spielte er jede Hand, es sei denn, jemand anderes hielt ein hohes Paar.

Während des Turniers tauchte ein weiterer Zuschauer mit der gleichen IP-Adresse (aus San Jose, Costa Rica) wie User 363 auf, dessen E-Mail-Domain auf einen Mailserver wies, dessen IP-Adresse zu Absolute Entertainment gehört. Diese IP-Adresse ist auf das Kabelmodem von Scott Tom registriert. Scott Tom war 2005 Präsident von Absolute Poker und später großer Affiliate. Der Account „Potripper“ scheint seinem bestem Freund AJ Green zu gehören, der früher ebenfalls bei Absolute Poker in leitender Position tätig war.

Wie viele weitere Personen dahinter stecken, ist noch unklar. Klar ist nur, Potripper war nicht der einzige Account, mit dem die Betrüger Kasse zu machen versuchten. Neben „Doubledrag“ und „Graycat“ (die im Cashgame hohe Gewinne erzielten, und später Chipdumping betrieben) gibt es noch weitere verdächtige Accounts, die erstaunliche Erfolge vorweisen konnte.

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